Stresemann Stiftung

Freedom is not for free  

Die Freiheit gibt es nicht umsonst, heißt ein altes Sprichwort. Freiheit, die Sagenumwobene, Mystische, Nicht-Definierbare. Sie durchdringt die gesamte Menschheitsgeschichte von den großen griechischen Philosophen bis hin zu John Stuart Mill oder Immanuel Kant. Menschen lebten und starben für sie und doch kann keiner wirklich sagen, was sie ist. Hundertfach missbraucht, tausendfach gedeutet und immer gefährdet, unterzugehen.

Freiheit bedeutet Verantwortung und Ungewissheit. Freiheit steht neben der Menschenwürde an höchster Stelle im Deutschen Grundgesetz. Und Freiheit kommt niemals von allein. Im Gegenteil: Nur in wenigen Ländern erfreuen sich die Menschen tatsächlich der persönlichen Freiheit, der Meinungs-, Versammlungs-, Presse- und Vereinigungsfreiheit. Und selbst hier, mitten in Europa hat die Freiheit große Feinde.

Doch ebenso gab es schon immer die glühendsten Verteidiger der Freiheit. Einer von ihnen war Gustav Stresemann, ein heute eher unbekannter liberaler Politiker der Weimarer Republik. Für seine Verdienste zum europäischen Frieden nach dem 1. Weltkrieg erhielt Stresemann 1926 als Reichsaußenminister den Friedensnobelpreis.

Wir haben uns Gustav Stresemann als Namensgeber für die Stiftung gewählt, weil er es stets verstand, das damalige Deutsche Reich von den extremen Kräften des linken und rechten Randes zu beschützen. Sein Wirken als Liberaler, der niemals das Bürgerliche, also den Bezug zur Geschichte der Freiheit verlor, kann im übertragenen Sinne auch heute Vorbild sein.

Wir sind überzeugt davon, dass die Freiheit eine große Zukunft hat. Aber wir wissen auch, dass mit dem Geschenk, dass uns die bisherigen Generationen an Freiheitsliebenden hinterlassen haben, eine große Verantwortung einhergeht: Unser Land, den Westen, ja vielleicht sogar die ganze Welt mindestens genauso frei an unsere Kinder zu übergeben, wie wir sie erhalten haben. Vielleicht sogar ein bisschen freier.

In diesem Sinne soll die Stresemann Stiftung eine Lobby für die Freiheit sein, eine Interessensvertretung bürgerlich-liberaler Ideale in Gesellschaft und Politik.